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Anleitung zur Herstellung von Behelfs-Schutzschilden

Durch den enormen Bedarf an Schutzausrüstungen in dieser Corona-Pandemie 2020 sind kaum mehr Schutzschilde für medizinisches Personal zu bekommen.

Herr Dr. Mark D. Frank, Leiter der interdisziplinären Notaufnahme des Klinikums Görlitz hat auf Instagram eine Anleitung veröffentlicht, wie man mit einer handelsüblichen Laminierfolie Din-A4, einem Bürotacker, etwas Schaumstoff, Kleber und Gummband aus dem Nähbedarf einen Behelfs-Schutzschild herstellen kann.

Wir, Lukas und Dr. Ludger Stenneken haben einen Rahmen für die Folie in 3D konstruiert und zeigen Ihnen hier den Bau eines optimierten Behelfs-Schutzschildes.

Die 3D- Daten können Sie über die unterstehenden Links downloaden.

Es gibt 2 Größen: Universal mit Rahmenbreite 18,5cm und XL mit 21cm.

Downloadlinks:

Mit dem Download akzeptieren Sie, dass wir keine Garantien für den Bau des Behelfs-Schutzschildes übernehmen und es nur für den Krisenfall verwendet wird, falls keine regulären Schilde zu bekommen sind. Die Dateien dürfen nur unverändert verwendet werden.

Downloadlink Universal

Downloadlink XL

Für die Herstellung des Behelfs-Schutzschildes wird ein 3D-Drucker benötigt. Der Vorteil des Rahmens ist die definiertere Biegung der Folie und die eingebauten Lüftungsschlitze, die das Beschlagen des Schildes während der Arbeit vermindern. Die Lüftungskanäle sind im Rahmen mehrfach gewunden, um den Durchtritt von Aerosol bestmöglich zu verhindern. Die Lüftungskanäle können, falls gewünscht mit Kleber verschlossen werden.

Benötigte Materialien:

Den mit einem 3D-Drucker gedruckten Rahmen des Schildes,
eine mit einem Laminiergerät leer laminierte Folie in der Größe Din-A4 (29,7cm x 21cm), oder eine ähnliche durchsichtige dünne Folie,

Schaumstoff oder selbstklebendes Kompriband,

etwas Alleskleber, ein Gummiband aus dem Nähbedarf, ca. 15-20mm breit.

Anstelle des Gummibandes tun es auch zwei Stoffbänder oder ähnliches, die am Rahmen und hinten in der Mitte geknotet werden.

Zunächst probieren Sie die laminierte A4-Folie im gedruckten Rahmen im Querformat an. Eventuell müssen Sie sie etwas mit einer Schere beschneiden. Wenn die Folie passt, entfernen sie sie wieder aus dem Schlitz im Rahmen und füllen in den Rahmen auf der ganzen Breite etwas Alleskleber ein. Dann schieben Sie die Folie in den Rahmen, ziehen außen und innen jeweils eine Kleberlinie lang und lassen den Kleber trocknen.

Nun kleben Sie den Schaumstoff oder das Kompriband von innen in den Rahmen.

Zuletzt ziehen sie das Gummiband in die dafür vorgesehenen Öffnungen des Rahmens und knoten es passend fest.

Sollten die unteren Kanten der Folie stören, können Sie diese rund beschneiden.

 

Es handelt sich hier um die Bauanleitung für ein Behelfs-Schutzschild zur Nutzung in der Corona-Krise. Für die Auswahl der Materialien auch bezüglich Hautverträglichkeit und Desinfzierbarkeit sind Sie selbst verantwortlich. Wir können hier keine Garantien übernehmen. Wir konnten aus Zeitgründen auch nicht prüfen, ob wir irgendwelche Patente verletzen und beantragen hierfür auch kein Patent. Da es sich um ein Behelfs-Schutzschild handelt, ist eine Nutzung außerhalb von Krisenzeiten nicht vorgesehen. Der Rahmen ist von uns frei und ohne Nutzung vorhandener Dateien vom 19. bis zum 22. März 2020 konstruiert worden.

Uns geht es darum, dass in dieser Krise möglichst schnell möglichst viele Schutzschilde verfügbar gemacht werden, um die Ansteckungsgefahr des medizinischen Behandlungspersonals durch die Coronaviren zu verringern.

Sie dürfen diese Daten nutzen und beliebig weiter teilen, jedoch nicht verändern. Die Daten sind allerdings nicht dazu gedacht, dass sie die damit hergestellten Schilde verkaufen. Stellen Sie die Schilde für ihr Krankenhaus oder die medizinischen Praxen in Ihrer Nähe her und geben Sie diese kostenfrei oder gegen einen realistischen Unkostenbeitrag ab. Weisen Sie auch die empfangene Stelle unbedingt darauf hin, dass es sich um ein BEHELFS-Schutzschild handelt! In diesen Zeiten ist Solidarität angesagt und nicht Profitstreben.

Lukas Stenneken, Inhaber der Firma LS3D CadCam, Sonderanfertigung nach Maß und Fertigung im 3D-Druck 
Dr. Ludger Stenneken, Zahnarzt

email-Kontakt: corona@stenneken.info